Lebensbedrohende Risiken früh erkennen
und gezielt behandeln:

Hautkrebs ist heute die häufigste Krebserkrankung, Tendenz zunehmend. Doch es gilt: Wird der Krebs im Frühstadium erkannt, hat er eine sehr hohe Heilungsrate. Deshalb sind Krebsfrüherkennung und -behandlung wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit. Um hier noch gezielter zu behandeln, haben wir Zusatzqualifikationen auf den Gebieten Onkologie (Krebsbehandlung) und medikamentöse Tumortherapie erworben. Zudem arbeiten wir eng mit den spezialisierten Kollegen im Tumorzentrum der Uniklinik Köln (Centrum für Integrierte Onkologie, CIO) und niedergelassenen Hautarztkollegen in verschiedenen Qualitätszirkeln zusammen.

Nutzen Sie das gesammelte Wissen und unsere Erfahrung und lassen Sie Ihre Haut regelmäßig kontrollieren. Diese wichtige Vorsorgeuntersuchung ist für gesetzlich Versicherte ab 15, 18 oder 35 Jahren eine kostenlose Kassenleistung. Rufen Sie uns an, wir informieren Sie gerne über die Konditionen Ihrer Krankenkasse.

So schützen Sie sich selbst:

Wir empfehlen, die eigene Haut laufend selbst zu kontrollieren und Veränderungen, wie z.B. neu aufgetauchte oder dunkler gewordene Muttermale/Leberflecke, schnellstens untersuchen zu lassen. Kommen Sie zu uns, wenn Sie eine Hautveränderung nach einer der bewährten ABCD-Regeln feststellen:

  • –  A = asymmetrische Form
  • –  B = Begrenzung unregelmäßig oder ausgefranst
  • –  C = zeigt mehr als zwei Farben (Colors)
  • –  D = Durchmesser größer als 5 mm

Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, denn an Hautkrebs kann praktisch jeder erkranken. Eine Hauptursache ist die intensive und lang andauernde Sonnenstrahlung auf die ungeschützte Haut. Eine Überdosis UV-Strahlen kann z.B. die beiden wichtigsten Formen des Hautkrebs auslösen: Den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) oder den weißen Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom oder aktinische Keratose).

Je heller Ihre Haut ist, desto stärker sind Sie gefährdet und umso sorgfältiger müssen Sie sich schützen. Grundsätzlich sollte jeder eine übermäßige Sonneneinstrahlung auf den Körper vermeiden – z.B. durch Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, bedeckende Kleidung und das Meiden der aggressiven Mittagssonne. Vor allem Kinder müssen besonders gut vor einem Sonnenbrand geschützt werden. Häufige Sonnenbrände in der Kindheit, eine erbliche Hautkrebs-Vorbelastung oder der Kontakt zu giftigen, krebserregenden Stoffen erhöhen die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken.

Unser Tipp: Mit der „UV-Check“-App für Ihr Smartphone (als iPhone-App oder für Android) können Sie leicht bestimmen, wieviel Zeit Sie, je nach Hauttyp und Wetterlage, gefahrlos im Freien verbringen können. Weitere Informationen zur App und ihren Möglichkeiten finden Sie online unter www.uv-check.de.

Diagnose und Therapie:

Zur Untersuchung verdächtiger Hautpartien nutzen wir das Auflichtmikroskop als wichtigstes Werkzeug des Hautarztes, ergänzt durch moderne Diagnosetechnik. So können auch kleinste Veränderungen erkannt und gefährliche Pigmentmale rechtzeitig entfernt werden. Zur endgültigen Abklärung eines Krebsverdachts entnehmen wir Gewebeproben, die von externen Spezialisten untersucht werden. Grundsätzlich nutzen wir unterschiedliche Diagnosemöglichkeiten wie z.B.:

  • –  computergesteuerte videoskopische Untersuchung und Dokumentation von Muttermalen
  • –  photodynamische Untersuchung
  • –  Auflichtmikroskopie

Das Ziel der anschließenden Behandlung ist es, die Ausbreitung der Krankheit und die Bildung von Tumoren zu verhindern. Die Behandlungsmethoden richten sich individuell nach der Art und Schwere der Erkrankung. In unserer Gemeinschaftspraxis nutzen wir das gesamte Spektrum von Behandlungsformen nach dem neuesten Stand von Forschung und Technik:

  • –  Entfernung der Tumore (Exzision) in einer ambulante Operation
  • –  äußerliche Behandlung mit krebszell-hemmenden Wirkstoffen
  • –  Kombination dieser Behandlung mit Peelings zur Wirkungsverbesserung
  • –  hochwirksame Medikamente in Kooperation mit dem Tumorzentrum der Uniklinik Köln (CIO)
  • –  oberflächliche Entfernung per Shave-Biopsie
  • –  Photodynamische Therapie (PDT)
  • –  Licht- und Strahlentherapie
  • –  Lasertherapie
  • –  Vereisung mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie)
  • –  Chemo- oder Immuntherapie

Hiermit bieten wir praktisch ein Diagnose- und Behandlungsangebot auf Klinikniveau. Nachfolgend finden Sie erste Informationen zu den wichtigsten Hautkrebs-Formen, die wir in unserer Praxis behandeln. Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie Fragen haben.



Medikamentöse Tumortherapie

Das Fachgebiet der Medikamentösen Tumortherapie umfasst alle Behandlungsmöglichkeiten bei Karzinomen und anderen Tumoren der Haut sowie deren Vorstufen. Hier steht uns grundsätzlich eine große Auswahl äußerlich wirksamer Medikamente zur Verfügung, die wir einzeln oder in Kombination einsetzen. Bei fortgeschrittenem Hautkrebs-Leiden, z.B. nach erfolgter Streuung durch den schwarzen Hautkrebs oder bei aggressiven Formen des weißen Hautkrebs, setzen wir kontrolliert hochwirksame Medikamente ein. Diesen Einsatz ermöglicht uns die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Ärztekollegen im Tumorzentrum der Universitätsklinik Köln (CIO), mit denen wir uns von Fall zu Fall über die beste Behandlung abstimmen.



Photodynamische Therapie

Die Photodynamische Therapie (PDT) ist eine anerkannte und bewährte Behandlung von Tumoren wichtiger Hautkrebs-Formen. Hierbei wird eine spezielle Creme auf das erkrankte Hautareal aufgetragen, um unter Lichtabschluss wirksame Substanzen in den erkrankten Hautarealen anzureichern. Die anschließende Bestrahlung mit Licht im grünen Wellenlängenbereich zerstört gezielt die erkrankten Zellen. Alternativ zur Bestrahlung gibt es auch eine neue Anwendungsart mit Tageslicht (daylight-PDT). Einfach, schmerzlos, sehr wirkungsvoll. Die PTD garantiert in jeder Form eine schonende Behandlung mit einem exzellentem und narbenfreien Ergebnis. Je nach Schweregrad muss die Behandlung nach einiger Zeit wiederholt werden.



Melanom (malignes Melanom); schwarzer Hautkrebs

Unter den Hauttumoren ist das maligne Melanom das gefährlichste. Es zeigt sich in kleinen Hautflecken, die schwarz-braun oder auch fast rötlich bis rosafarben sein können. Ein Melanom entsteht durch die Umwandlung der pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) in bösartige Zellen. Das kann spontan geschehen oder infolge der Bestrahlung mit Sonnenlicht. Die bösartigen Zellen wachsen unkontrolliert und bilden in der Folge eine Geschwulst (Tumor). Wird das Melanom zu spät erkannt, lösen sich Zellen aus dem Tumorverband, dringen tiefer in die Haut ein und wandern durch Blut- und Lyphgefäße in andere Körperregionen, was zur Bildung von Tochtergeschwülsten führen kann. Weil ein früh erkanntes Melanom leicht entfernt werden kann, sollten Patienten sicherheitshalber jede auffällige Hautveränderung vom Hautarzt untersuchen lassen.



Basalzellkarzinom (Basaliom); weißer Hautkrebs

Basalzellkarzinome sind Tumore, die aus Zellen der Basalzellschicht der Haut und den Wurzelscheiden der Haarfollikel entstehen. Das Basalzellkarzinom gehört mit ca. 130.000 Erkrankten in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Tumoren. Es entsteht meist im Kopf-Halsbereich und kann aggressiv in das umgebende Gewebe hineinwachsen, wobei auch Knorpel und Knochen befallen werden können. Eine starke UV-Belastung, eine erbliche Neigung oder ein heller Hauttyp sind die Ursachen. Weil das Aussehen des Basalzellkarzinoms sehr unterschiedlich ist, sollte die Diagnose einem erfahrenen Arzt überlassen werden.



Plattenepithelkarzinom (Spinaliom); weißer Hautkrebs

Das Plattenepithel-Karzinom ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Man unterscheidet das verhornende Karzinom an der Hautoberfläche (z.B. an Stellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind wie Gesicht, Lippen, Handrücken, Glatze) und das nicht verhornende Plattenepithelkarzinom, z.B. an Schleimhäuten. Die verhornende Variante des Plattenepithelkarzinoms ist ein durch Sonnenlicht ausgelöster Tumor. Zudem tritt es bei geschwächtem Immunsystem nach einer Chemotherapie auf. Bei dieser gefährlichen Hautkrebs-Variante können die Tumore streuen und sich so im Körper weiter verbreiten.



aktinische Keratosen; weißer Hautkrebs

Die Hautkrebsvorstufe der aktinischen Keratose zeigt sich als rötliche, manchmal auch hautfarbene Rauigkeit auf der Haut („wie Schmirgelpapier“). Auch diese Form des Krebses wird durch übermäßige Sonnenbestrahlung im Gesicht, auf den Handrücken oder der unbehaarten Kopfhaut ausgelöst und sollte grundsätzlich behandelt werden, da ein erheblicher Prozentsatz in Plattenepithelkarzinome übergehen.



Morbus Bowen

Erkennbar durch manchmal juckende, gerötete und schuppige Flecken auf der Haut ist Morbus Bowen (auch Carcinoma in situ) das frühe Anfangsstadium des weißen Hautkrebs, der hauptsächlich in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Auslöser können starke UV-(Sonnen-)Strahlung über lange Zeit und der regelmäßige Kontakt mit Teerprodukten oder krebsfördernden Chemikalien sein. Morbus Bowen muss dringend behandelt und in der Folge regelmäßig kontrolliert werden, weil die Erkrankung in das Bowen-Karzinom (Krebs) übergehen kann.

Wichtig: Unter bestimmten Voraussetzungen können Morbus Bowen, aktinische Keratosen und das Plattenepithelkarzinom bei Berufen, die vorwiegend im Freien ausgeübt werden, als Berufskrankheit anerkannt werden (z.B. bei Dachdeckern, Zimmerleuten, Schornsteinfegern, Sportlehrern, Bauarbeitern oder Gärtnern). Nach einer gesetzlichen Neuregelung zur Anerkennung berufsbedingter Hauerkrankungen im Jahr 2015 profitieren jetzt noch mehr Betroffene von der Übernahme ihrer Arzt- und Behandlungskosten oder der Zahlung einer Rente.



dysplastische Nävi (Pigmentmale, auch Muttermale oder Leberflecken)

Ein dysplastischer Nävus ist ein Pigmentmal (Muttermal/Leberfleck), an dem ein Hautarzt eine mögliche Krebsgefahr erkennt. Weil daraus ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) entstehen kann, werden diese Male operativ entfernt. Menschen mit sehr vielen dysplastischen Pigmentmalen haben ein hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens ein Melanom zu entwickeln. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle beim Hautarzt geboten.